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Neuseeland -
Vulkane und Fjorde

Von Isabella Jakob – Klimatabelle

Einmal «schnell für zwei Wochen» nach Neuseeland zu reisen, ist ein Ding der Unmöglichkeit – oder einfach unendlich schade. Die Reisezeit nach Neuseeland beträgt rund 24 Stunden und das Land ist viel zu schön, interessant und abwechslungsreich als dass man schnell durchfahren kann.

Neuseeland erstreckt sich von Norden nach Süden über ca. 1'600 km und besteht aus zwei grossen und einigen kleinen, zum Teil weit abgelegenen Inseln. Hört man Neuseeland, so denkt man hauptsächlich an die Nordinsel (ca. 115'000 km2) und and die Südinsel (ca. 151'000 km2). Die beiden Inseln sind nur schwer miteinander vergleichbar. Auf der Nordinsel befinden sich die grossen Städte Auckland, Wellington, Taupo, Rotorua etc. Im Süden gibt es neben Christchurch, Dunedin, Invercargill und Nelson keine grossen Städte. Dafür umso überwältigendere Natur, einsame Strände, abgelegene Dörfer und Berge zum klettern, skifahren oder wandern. Man sagt, die Nordinsel ist das «Früchteparadies», die Südinsel das «Naturparadies».

Auf unserer Weltreise bereisten wir Neuseeland während gut sechs Wochen und erlebten eine unvergessliche Zeit. Am einfachsten und bequemsten reist man in Neuseeland mit einem Mietwagen oder einem Camper herum. Eine Unterkunft zu finden ist normalerweise kein Problem, im ganzen Land gibt es sehr viele Bed & Breakfast, Hotels und Motels oder eben Campingplätze.

Auckland ist eine sehr weitläufige Stadt mit einem relativ kleinen Stadtzentrum. Die Stadt liegt mitten in einem Gebiet von 48 erloschenen Vulkankegeln, was der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Da Auckland auf zwei Seiten vom Meer begrenzt wird und es sehr viele kleine Buchten, Inselchen und unzählige Segelboote hat, wird sie auch «City of Sails», Stadt der Segel, genannt. Neben einigen Hochhäusern ragt als eins der höchsten Gebäude der Skytower (ca. 328 Meter) in die Luft. Von den zwei Aussichtsplattformen hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt, den Hafen und eben die Vulkankegel. Neben dem Skytower gibt es einige schöne alte Gebäude, verschiedene Museen, Universitäten und den grossen Hafen – spätestens seit dem überraschenden Sieg der «Alinghi» am America’s Cup ist er auch vielen Schweizern ein Begriff.

Wir erkundeten zuerst den Norden der Nordinsel, von Auckland an die Bay of Islands, das Cape Reinga und wieder nach Auckland zurück.
Während einer mehrstündigen Fahrt von Auckland nach Paihia in der Bay of Islands fährt man an sehr schönen Küstenabschnitten, wilden Klippen und sanft abfallenden Sandstränden vorbei. Immer wieder bieten sich kleinere und grössere Wasserfälle als Fotosujet an oder die Stimmung des hügeligen Hinterlandes muss unbedingt festgehalten werden.

Die Bay of Islands ist eine grosse Meereseinbuchtung, in der sich jene Inselchen und Felsen befinden.
Im Sommer bieten sich zahlreiche Freizeitaktivitäten, so etwa das Schwimmen mit Delfinen, an. Berühmtestes Wahrzeichen der Bucht: The hole in the rock, ein Felsen, in den die Brandung ein fast kreisrundes Loch gefressen hat. Ist das Wasser ruhig und das Wetter gut, kann man mit dem Boot hindurchfahren. Ein Tagesausflug bietet die Möglichkeit, dieses eindrückliche Naturschauspiel sowie zwei kleinere Inseln der Bay of Islands zu erleben. Ebenfalls sehr lohnenswert ist die Fahrt ans Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt der Nordinsel. Einer Maori-Sage nach wandern alle Seelen der toten Maoris, egal, wo sie gestorben sind, ans Cape Reinga und treten von dort die Reise ins Unbekannte an. Tatsächlich zeichnete sich das Kap und die ganze Küstenlandschaft am Tag unseres Besuchs durch eine sehr mystische und faszinierende Stimmung aus. Da die Strasse ans Cape Reinga teilweise aus Schotterpiste besteht und auf der Rückfahrt ein Teil der Strecke über den Ninety Mile Beach erfolgt, wird für diesen Ausflug ein 4x4 Fahrzeug vorgeschrieben. Ganz gut kann man diesen Tagesausflug aber auch als organisierten Trip mit einem 4x4-Bus ab Paihia unternehmen.

Ebenfalls ein Muss ist der Besuch von Waitangi. Waitangi liegt etwas ausserhalb von Paihia und spielt in der Geschichte der Maoris resp. ganz Neuseelands eine bedeutende Rolle: hier haben die Engländer und die Maoris im Jahre 1840 den Friedensvertrag (Treaty of Waitangi) geschlossen. Unter anderem bedingten sich die Maoris das Recht aus, ihre Kultur weiter pflegen zu dürfen und nach ihren Sitten und Gebräuchen zu leben. Im Gegenzug akzeptierten sie dafür die englische Krone.

Um nicht die gleiche Strecke nach Auckland wieder zurückfahren zu müssen, kann man die Strasse der Westküste entlang, durch Kerikeri, Opononi und Dargarville nehmen. Diese Strecke ist sehr schön, vor allem die Fahrt durch einen riesigen alten Wald, wo man einen der ältesten Kauri-Bäume von ganz Neuseeland anschauen kann. Das Alter dieses Baumes wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt, er ist über 53 Meter hoch und der Durchmesser des Stamms beträgt ca. 13 Meter...

Südlich von Auckland befinden sich das kleine Örtchen Waitomo. Würden sich hier nicht die wunderschönen «Waitomo Caves» befinden, wäre die Ortschaft wohl schon längst ausgestorben. Neben eine Höhle mit Hunderten von Glühwürmchen gibt es viele kleinere und zum Teil noch unerforschte Höhlensysteme.

Der Westküste entlang fährt man weiter durch einsame Landschaften und erreicht dann New Plymouth. Schon lange bevor man die Ortschaft erreicht ist das «Wahrzeichen» unübersehbar und zieht die Blicke wie magisch immer wieder an: der Mount Taranaki/Egmont. Ein weiterer der vielen unzähligen Vulkane von Neuseeland. Das Faszinierende hier ist, dass der Vulkan aus der topfebenen Landschaft wie aus dem Nichts in die Höhe wächst. Im Sommer werden mehrtägige Wanderungen bis zum Kraterrand angeboten, im Winter gibt es Eisklettern oder Winterwanderungen, wobei diese nicht ganz ungefährlich sind.

Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, schmiegt sich an eine steile Felswand, scheint sich vom Meer zurückziehen zu wollen und kann doch nicht ohne das Wasser leben. Hier befinden sich alle Parlamentsgebäude, viele Museen und ein sehr schöner Botanischer Garten mit einer wunderbaren Aussicht über die Stadt. Was bei einem Besuch in Wellington auf keinen Fall fehlen darf: das «Te Papa». Das «Te Papa» ist eins der besten, wenn nicht gar das beste Museum von Neuseeland. Auf fünf Stockwerken kann man die ganze Geschichte Neuseelands sowie einen grossen Teil der Maori-Kultur und Lebensart erkunden. Im Gegensatz zu anderen Museen darf man hier die Ausstellungsstücke auch in die Hand nehmen und ausprobieren. Der Eintritt ins Museum ist gratis.

Von Wellington aus kann man entweder die Fähre zur Südinsel nehmen oder aber über die Ostküste zurück nach Auckland fahren. Bleibt man auf der Nordinsel, so erreicht man nach einigen Fahrstunden die Ortschaften Hastings und Napier. Klimatisch gesehen lassen sich diese zwei Ortschaften an der Hawke Bay etwa mit dem Tessin vergleichen: Es kann überall kalt und nass sein auf der Nordinsel, doch in Napier scheint die Sonne und es ist warm.

Im Landesinnern, ca. 4 Fahrstunden von Napier entfernt, liegt der Lake Taupo mit der gleichnamigen Ortschaft Taupo sowie der Tongariro Nationalpark. Vor allem der Tongariro Nationalpark ist ein Besuch wert, befinden sich hier doch drei noch aktive Vulkane Mt Ruapehu, Mt Topngariro und Mt Ngauruhoe. Im Sommer lässt es sich hier sehr gut wandern und trecken, im Winter gilt das Gebiet als eine der wichtigsten Skiregionen Neuseelands. Im Moment bekannt geworden ist die Region ebenfalls, weil hier grosse Teile der Triologie von Tolkien «Lord of the Rings» gedreht wurden.

Fährt man von Taupo in nördliche Richtung, führt die Strasse an unzähligen heissen Quellen und Thermalquellen vorbei. Gleich nach Taupo kann man die «Craters of the Moon», einmalige Krater, entstanden durch heisses Wasser und Bodeneruptionen, besichtigen. Trotz des Schwefelgestanks sehr lohnenswert. Bis nach Rotorua bieten sich unzählige Gelegenheiten, Thermalquellen und bizzare Naturschauspiele von Dampf und Geysiren zu beobachten. Rotorua selber ist DER Thermalkurort in Neuseeland. Die Quellen sind – vor allem bei schlechtem Wetter – sehr gut besucht und eine Reservation im Voraus ist unbedingt empfehlenswert.

Das Gegenstück von Rotorua auf der Nordinsel ist Hanmer Springs auf der Südinsel. Auch die Südinsel bietet wunderschöne Landschaften, unvergessliche Tierbeobachtungen und unzählige Outdoor Activities an.

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