Zambia & Zimbabwe

Safari-Geheimtipp für Naturliebhaber

Meine Reise startete ab Johannesburg und ich flog mit der restlichen Gruppe zuerst nach Lusaka, der Hauptstadt Zambias. Skeptisch war ich schon, als ich das Kleinflugzeug sah, welches uns in den Nationalpark flog. Ein Flugzeug mit 6 Sitzplätzen war für mich nicht das idealste Transportmittel. Ich gebe zu; ich hatte etwas bedenken. Die Reise war dann doch sehr spannend, da der Ausblick auf die weiten Ebenen der Busanga Plains im Kafue Nationalpark überwältigend ist. Der Kafue Nationalpark liegt im südwestlichen Teil und ist der älteste Park von Zambia. Mit einer Fläche von 22'500 km2 ist der Kafue halb so gross wie die Schweiz und eines der weitflächigsten Schutzgebiete der Welt. Nachdem unser Pilot, Philip, das Flugzeug problemlos mitten im Busch gelandet hatte, empfingen uns die Camp-Mitarbeiter vom Shumba-Camp. Es ist vermutlich nicht jedermanns Sache ohne Telefon, kein WIFI und ohne Fernseher auszukommen aber für mich war es das Grösste. Stellen Sie sich vor am Abend oder am frühen Morgen den Geräuschen vom Busch zu lauschen. Wir rätselten am Abend, rund um das Camp-Feuer sitzend, ob das wohl ein Löwe war?! Oder doch ein Nilpferd? Die nächsten Tage verbrachten wir am frühen Morgen sowie am späten Nachmittag mit Pirschfahrten. Unsere Entdeckungen und Beobachtungen besprachen wir dann am Nachmittag, während der Siesta am Pool oder studierten die Fotos welche wir zu Hauf machten.

Unsere Reise ging weiter nach Zimbabwe. Ebenfalls mit dem gleichen Kleinflugzeug ging es nach Lusaka zurück. Von da fuhren wir mit einem komfortablen Minivan nach Chirundu. Am Grenzübergang zwischen Zambia und Zimbabwe machten wir die Aus- und Einreise praktisch gleichzeitig. Am Ausreiseschalter rechts gab es den Stempel, dass wir Zambia verlassen und fünf Meter weiter links, dann den Einreisestempel für Zimbabwe. Wir wurden dann zum Zambezi-Fluss gefahren. Der Zambezi ist der viertlängste Fluss in Afrika. Wir stiegen in das bereitstehende Schnellboot und düsten über den breiten Fluss in Richtung Mana Pools Nationalpark. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Das Ruckomechi Camp am Ufer des Zambezi-Flusses ist auch wieder ein offenes Camp. Das bedeutet, dass die Tiere Tag und Nacht durch das Camp streifen. Vor allem die Elefanten sind tagsüber immer wieder anzutreffen. Sie schlendern lautlos, trotz ihrer Grösse, durchs Camp. Mal während wir Tee trinken oder auch mal auf dem Weg ins Zelt. Dann gilt es einfach stehen bleiben und die sanften Riesen passieren zu lassen. In der Nacht hörten wir die Nilpferde. Ja, ich kenne nun das Geräusch nach nur ein paar Nächten im Busch. Es hört sich an wie lautes schallendes Gelächter.

Nach dem wunderbaren Aufenthalt im Ruckomechi Camp ging unsere Reise weiter in den Hwange Nationalpark. Mit dem Kleinflugzeug flogen wir über den Lake Kariba, welcher einer der grössten Stauseen der Welt ist. Nach der Landung begann schon unsere erste Pirschfahrt. Wir sahen zahlreiche Elefanten und erfuhren von unserem Guide Godfrey, dass der Kleinste gerade mal vier Stunden alt ist. Wir bestaunten den kleinen Elefanten wie er, eng an seine Mutter geschmiegt, tapsig der Herde folgte. Kaum auf der Welt gilt es zu überleben. Die Wildnis kennt keine Gnade und der kleine Elefant muss alles sehr schnell erlernen. Die Gemeinschaft der Elefanten ist bemerkenswert und alle helfen bei der Erziehung mit. Unsere Unterkunft im Davison’s Camp ist ein typisches Safari Camp. Die Zelte bieten Ausblick auf ein Wasserloch, so dass der ganze Tag mit spannenden Tierbeobachtungen zu rechnen ist. Der Pool lädt am Nachmittag zu einer Abkühlung und Siesta ein. Auf unseren Pirschfahrten begegneten uns grosse Herden von Elefanten, Büffel, Zebras und verschiedene Antilopenarten. Natürlich gibt es auch Löwen und wir begegneten dem Rudel gleich nach dem Essen. Mit vollen Bäuchen entspannten sie sich in den Büschen und bedachten uns nur mit einem müden Blick.

Unsere Reise in diese wunderschönen Länder endete in Victoria Falls. Wir besichtigten die imposanten Victoria Fälle, welche nach der Regenzeit besonders spektakulär sind. Dann stürzen die Wassermassen 110 m tief auf einer Breite von 1700 m in die Tiefe. Der üppige Urwald rund um die Fälle beweist wieso es zum Weltnaturerbe gehört.