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Zimbabwe -
Ein Paradies neu entdeckt

Ohne Probleme landet David die Cessna 210 nach gut zwei stündigem Flug auf der Buschpiste Dandawa im Mana Pools Nationalpark, im Norden Zimbabwes. David ist ein stämmiger Zimbabwer, der sich nur mit Mühe hinter das Cockpit seiner einmotorigen Maschine zwängt. Seit bald 20 Jahren fliegt David Passagiere von Nationalpark zu Nationalpark in Zimbabwe. "Das Geschäft sei schon besser gelaufen. Ende der 90er-Jahren wären bei Hasted Aviation Corporation 32 Buschpiloten beschäftigt gewesen. Heute sind es noch deren 15. Immerhin vier mehr als noch vor zwei Jahren", meint er lachend.
 
Ein feucht heisser Wind bläst uns ins Gesicht. Daran müssen wir uns erst gewöhnen. Im Hwange Nationalpark, wo wir in den frühen Morgenstunden abgeflogen sind, herrschen auch zu Beginn der Regenzeit angenehme Temperaturen. Mit kurzen Hosen und im Khakihemd bekleidet steht Kingsley am Ende der Landepiste bereit. "Welcome to Kanga Camp", ruft er uns zu. Er komme soeben von einer Fusssafari, wir sollen ob seiner Bewaffnung nicht erschrecken. Mit einem verschmitzten Lachen zeigt er auf seinen Sechsschüsser am Hüftgürtel und dem Karabiner hinter der Windschutzscheibe.
 
Unsere erste Pirschfahrt durch die Schwemmebenen des Ruckomechi Rivers und der Chitaka Springs beginnt mit dem Transfer zu unserem Safari-Camp. Mächtige Schirmarkazien und Jackalberry-Bäume verleihen der sonst wilden Buschlandschaft eine friedliche Stimmung. Noch steht die Sonne hoch am Himmel und die Tiere bevorzugen den Schatten des Buschs. Das solle sich bei Sonnenuntergang ändern, prophezeit uns Kingsley. Dann, bei etwas kühleren Temperaturen, werden die Tiere aktiv und lassen sich auf Safari bestens beobachten.
 
Das Kanga Camp mit seinen sieben komfortablen Safarizelten steht am Rande eines riesigen Wasserlochs in einer privaten Konzession innerhalb des Mana Pools Nationalparks. Das grosse Holzdeck des Hauptgebäudes bietet einmalige Tiebeobachtungsmöglichkeiten gleich im Camp. Ruth, die Campmangerin lädt uns zur "Armchair-Safari" ein. Zykaden veranstalten ein ohrenbetäubendes Konzert und zwei Clans rivalisierender Paviane streiten sich um die Wasserrechte. Der Aufenthalt im zweitgrössten Nationalparks Zimbabwes beginnt vielversprechend.
 
Die Safaritage sind lange und die Nächte kurz. Dafür erhält der Gast genügend Zeit sich zwischen der Morgen- und Nachmittagsafari auszuruhen. Nach unserer Siesta, treffen wir die beiden Ranger Reuben und Kingsley. Gegen 16h30 starten wir unsere Pirschfahrt durch einzigartige Buschlandschaft. Mächtige Ilala-Palmen, die vor hunderten vor Jahren von Handelsreisenden aus Arabien nach Afrika gebracht wurden, ragen hoch in den Himmel. Gigantische Feigenbäume spenden Impalas und Kudus Schatten. Plötzlich bremst Reuben abrupt. Er greift zum Fernglas und murmelt für uns unverständlich in seiner Muttersprache Shangan. Kingsley kneift die Augen zusammen und nickt. Reuben wendet den offenen Safari-Jeep um 90 Grad und fährt zielstrebig auf einen Busch zu. Nach wenigen Augenblicken verstehen wir das Manöver. Ein mächtiger Löwe mit dunkler Mähne hächelt mit geschlossenen Augen nach Luft. Was für ein Anblick. Reuben erzählt uns die Geschichte von "Scruffi" dem dominanten Männchen des Kanga-Rudels. Ein fremdes Rudel, bestehend aus sieben Weibchen und zwei Männchen versuchen seit Wochen "Scruffi" Territorium streitig zu machen. Tiefe Kratzspuren verraten die zahlreichen Kämpfe.
 
Die Ranger in Zimbabwe und Zambia haben den Ruf zu den besten ihrer Gilde zu gehören. Auch Laien wie wir hören gespannt den Ausführungen Reubens und Kingsleys zu. So auch als sie uns über das Schicksal der Nashörner berichten. Alle neun Stunden wird im südlichen Afrika ein Nashorn getötet. Wilderer erhalten von chinesischen Käufern für 1 kg Nashorn ca. CHF 120'000. Das Horn eines ausgewachsenen Nashorns wiegt zwischen 4-6 kg. Private Organisationen investieren viel Geld, um das Aussterben zu verhindern. Dazu gehört die Dislozierung. Im grossen Stil wurden sämtliche verbleibenden Nashörner Zimbabwes in geschützte Gebiete ausgeflogen, meist nach Botswana - in für Touristen unzugängliche Gebiete.
 
Der Staat Zimbabwe war bis vor 30 Jahren die Kornkammer Afrikas. Heute gilt das 320'000 km2 grosse Land als wirtschaftlich schwach und politisch handlungsunfähig. Der Tourismus bietet vielen Einheimischen Arbeitsstellen und Einkommen. Erst seit ungefähr drei Jahren entdecken Safarigesellschaften den einstigen Vorzeigestaat neu. Sie renovieren bestehende Camps, bauen neue und kaufen einstige Jagdgebiete, um diese in Nationalparks umzuzonen. In diesen wird ausschliesslich mit Fotoapparaten geschossen. Die nachhaltige Entwicklung unter dem Motto "The 4 C's" (Commerce, Community, Culture, Conservation) steht bei den führenden Unternehmungen an erster Stelle

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