Namibia -
spektakuläre weite Landschaften

Ich durfte zusammen mit Reisebürokolleginnen und -kollegen der Einladung von «Wilderness Safaris» Namibia und «Knecht Reisen» Aarau folgen. Wilderness Safaris ist ein bewährter Spezialist, welcher Fly-in-Safaris seit Jahren mit viel Erfolg durchführt. Sämtliche Leistungen wie luxuriöse Unterkunft in Zelten, welche wir schon fast als Luxushotels bezeichnen, Vollpension mit Zwischenmahlzeiten wie z.B. Sundowners, early-bird-breakfast, tea and cake etc. sowie Buschführungen und Wildbeobachtungen zu jeder Tages- und Nachtzeit unter professioneller und geschulter Führung sind im Preis inbegriffen.

Bevor man sich auf die Reise nach Namibia und Botswana macht, sollte man unbedingt daran denken, dass für die Flüge mit kleinen Propeller-Maschinen das Gepäck maximal 12 kg pro Person wiegen darf. Der Stauraum in diesen Flugzeugen ist sehr klein und auch der Passagierraum bietet keinen Platz für zusätzliche Gepäckstücke. Es empfiehlt sich, lange Beine vorher gut zu trainieren, damit diese dann auf diesen zum Teil sehr langen Flugdistanzen nicht abfallen. Ebenso empfiehlt sich ein kleines Blasentraining; jede halbe Stunde einen Gang zur Toilette liegt nicht drin.
Ein dicker Pullover oder eine Jacke bzw. ein Regenschutz sind ein Muss. Die Pirschfahrten in den offenen Fahrzeugen morgens und abends können sehr kühl sein. In der Nacht fallen die Temperaturen zum Teil fast auf Null Grad. In den Camps ist man aber bestens mit zusätzlichen Decken oder einer Bettflasche für solche Klima-Schocks gerüstet.

Ein 10-stündiger Flug (ohne Zwischenlandung) bringt einem über Nacht nach Johannesburg. Hier hat man Zeit den neuen Flughafen zu bestaunen und in Ruhe etwas zu essen und zu trinken. Ein weiterer knapp 3-stündiger Flug (eine Stunde Zeitverschiebung) bringt einem weiter nach «Windhoek», der Hauptstadt Namibias. Windhoek liegt im Landesinnern auf ca. 1'700 Meter über Meer, eingebettet in eine hügelige Landschaft. Die Stadt ist übersichtlich, sehr deutsch angehaucht und bietet keine grösseren Sehenswürdigkeiten. Sie eignet sich optimal für ein paar Tage Erholung zwischen zwei Safaris.
In Windhoek wohnten wir im «Hilltop House». Wie der Name sagt, liegt das Hotel auf einem der vielen Hügel mit einem herrlichen Ausblick. Das Hotel sieht eher wie ein geräumiges Privathaus aus und hat nur sieben Gästezimmer. Im gepflegten Garten lädt das kleine Schwimmbad zu einer Planscherei ein. Die Zimmer sind alle verschieden, sehr gross und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die junge Hotelleitung (ehemalige Wilderness-Guides) sind freundlich, kompetent und geben gerne Auskunft über Restaurants und Ausflugsziele. Die Distanz zum Zentrum ist zu Fuss ca. 20 Minuten. Busse und Taxi verkehren wie in anderen Grossstädten ebenfalls.
Der 2½-stündige Flug mit einer kleinen Maschine (Pilot und fünf Passagiere) führte uns vom Windhoek Stadtflughafen Eros in nord/nordwestlicher Richtung zuerst über das Khomas-Hochland, vorbei am Brandberg und über Damaraland zum «Skeleton National Park». Hier landeten wir auf einer mit Steinen markierten Sandpiste! und wurden von zwei Landrovern abgeholt. Das «Wilderness Camp Sekeleton Coast» liegt auf einer kleinen Insel im ausgetrockneten Flussbett des Khumet Rivers.

Das Camp wurde erst vor kurzem eröffnet, ist nur per Flugzeug erreichbar und besteht aus einem Haupthaus, in welchem der Speisesaal/Aufenthaltsraum und die Küche untergebracht sind. Die fünf Zelthäuser, d.h. Zelte mit festem Überdach für je zwei Personen, stehen auf einer Holzplattform und haben vor dem Eingang eine kleine Terrasse. Neben den beiden Betten gibt es im Zelt natürlich auch eine Dusche, ein WC, Waschbecken, einen Kleiderschrank, einfach alles wie in einem ganz normalen Hotelzimmer. Das Wasser wird mit Solarstrom geheizt und man wird gebeten mit dem Wasser sehr sparsam umzugehen. Für das leibliche Wohl sorgte ein hervorragender Koch, welcher in seiner improvisierten Küche schon fast zauberte. Nach einem genialen Frühstücksbuffett fuhren wir im Landrover zum ersten Ausflug. Es braucht schon einige Erfahrung, bis man sich in einer von der Umwelt komplett abgeschiedenen Gegend derart gut auskennt und das Fahrzeug sicher über das teilweise sandige, teilweise felsige, unebene Gelände steuern kann. Unsere Fahrer und Führer sind eine Klasse für sich.
Sie lehrten uns, dass auf diesen Ausflügen unbedingt immer in denselben Spuren gefahren werden muss. Der Grund dafür lag vor unseren Augen. Weite Teile der Sandwüste sind mit Flechten bedeckt. Diese bilden eine Kruste, welche allerdings sehr verletzlich ist. Reifenspuren sind deshalb jahrelang sichtbar, und der Sand wird an diesen Stellen auch wieder weggeblasen. Die Flechten sind für das Ökosystem äusserst wichtig. Sie sind verschieden farbig, rostrot, grünlich, braun, gelb oder grau und verleihen der Wüste ein fantastisches Farbenspiel. Daneben finden sich noch Wanderdünen und Felsen. Man müsste Maler sein, um das gesamte Farb- und Formenspiel einfangen zu können. Hinzu kommt dann aber doch die Luftfeuchtigkeit, sie ist bedingt durch die antarktischen Winde, welche von Süden her an die Küste gelangen und gleichzeitig durch die warmen Winde aus dem Landesinnern. Zusammen erzeugen diese häufig einen dichten Nebel, welcher alles in einem speziellen Licht erscheinen lässt. Dieser Nebel sorgt auch für das Wachstum von Gras, Büschen und Sträuchern.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Norden, stiegen auf Wanderdünen, besichtigten grossflächige Achatsteine, wo sich nebenan Springböcke, Orix, Schakale und verschiedene Vogelarten gleichermassen wohlfühlen. Gegen Mittag erreichten wir die Küste und bestaunten, was das Meer über die Jahre so alles anschwemmte. Knochen von Walfischen, Tausende davon, ganze Rückenwirbel und Rippen liegen neben Seehundschädeln, Mastbäumen und Kabelrollen. Diese Bilder wie auch der Gestank der Riesenkolonie Robben am Seal Rock werden uns allen in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Natürlich fehlten auf weiteren Fahrten der Besuch eines Himba-Dorfes sowie die Bestaunung der Welwitschia-Pflanze im Welwitschia Valley nicht.

Unsere Flugzeuge brachten die nächsten Camp-Gäste und flogen uns der Küste entlang Richtung Süden. Das Auge musste sich langsam an die Pracht des Namib Naukluft Parkes gewöhnen: Sanddünen soweit man sieht; 80 Kilometer lang und 30 Kilometer breit. Mittendrin liegt Sossusvlei, wo wir gerade noch mit dem letzten Tageslicht landen konnten. Eine Fahrt zu den Dünen sowie eine Besteigung ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Die neun luxuriösen Bungalows des «Wilderness Sossusvlei Camps» erreicht man nach 30 Minuten Busfahrt. Die Häuser sind auf einer Hügelkuppe verteilt, jedes hat einen eigenen kleinen Outdoor Swimmingpool und bietet einen fantastischen Ausblick auf die Dünen. Je nach Tageszeit verfärben sich die Sanddünen von gelb bis ocker-rot und eine noch bessere Entspannung für Augen und Gemüt kann man sich kaum vorstellen. Hier würde ich einen Aufenthalt von drei Nächten vorschlagen. Die Hotelleitung hat zahlreiche Ideen für Ausflüge in den nahegelegenen Park.

Diese Reise ist für Individualisten, geeignet, die sich gerne etwas abseits der grossen Touristenrouten bewegen.
Man benötigt einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum gültig sein muss. Für gewisse Gegenden ist die Malaria-Prophylaxe vorgeschrieben.
 Als beste Reisezeit werden die Monate April bis November empfohlen.
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